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Mittwoch, 22. Dezember 2010

31 oder Mein Platz gehört mir!

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Man kennt das ja. Parkt täglich seinen Wagen auf den selben Parkplatz, benutzt die immergleiche Toilette und hat seinen Stammplatz im Cafe.
Ich habe meinen Stammplatz im Autobus. Er ist im hinteren Teil des Busses, nicht ganz hinten bei der Tür (wegen der Zugluft) - in der Mitte zwischen mittlerer und hinterer Tür. Linksseitig, direkt am Fenster, da ist mein Platz. (Ich pflege übrigens stets linksseitig zu sitzen - egal ob in U-, Straßenbahn, Zug oder Bus - habe ich festgestellt. Aber das nur so am Rande.) Der Platz ist im Vergleich zu den davor liegenden Sitzen leicht erhöht, sodass der optimale Überblick über das Geschehen im Bus gewährt ist.
Eigentlich hatte ich selten Probleme, den Platz zu ergattern. Schließlich fahre ich stets spät abends mit dem Bus und steige bereits an der zweiten Einstiegsstelle zu. In der Regel sitzen zum Zeitpunkt meines Zustiegs niemals mehr als drei Personen in diesem Bus - eher weniger. Und diese maximal drei Personen hatten das imaginäre Reserviert-Schild an meinem Platz auch zumeist respektiert. Doch seit Kurzem ist das anders. Es gibt Menschen, die die Unverfrorenheit besitzen bei, eigenhändig abgezählten, 31 vorhandenen Plätzen vor der Nase wegzuschnappen. Bei einer Quote von 1:31 genauso wenig im Lotto gewinnen, wie das österreichische Nationalteam ein Fußballspiel. Warum also dieses zweifelhafte Glück im Bus? Vielleicht haben auch andere die Vorzüge meines Platzes erkannt. Möglich.
Ich ziehe jedenfalls ernsthaft in Erwägung, mein imaginäres „Reserviert“-Schild gegen ein echtes zu tauschen.

Montag, 26. Juli 2010

Stefan Derrick, Matulas Lederjacke und die U-Bahn

Für den Fall, dass sich der eine oder andere Freund des guten alten deutschen Freitagabend-Fernsehkrimis gefragt haben soll, was denn eigentlich aus Stefan Derrick geworden ist, seit ihn Horst Tappert aus bekannten Gründen nicht mehr spielen kann - ich habe die Antwort.
Stefan Derrick lebt in Wien, ist kaum älter geworden, tarnt sich hinter einer neuen Familie und perfektem Wiener Dialekt und fährt U-Bahn. Ich habe ihn neulich in der U3 gesehen. Er trug Josef Matulas Lederjacke, was mich natürlich (völlig logisch) direkt zu der Frage brachte: Wo ist eigentlich Harry Klein? Ich konnte ihn nicht sehen. Bestimmt fuhr er den U-Bahn-Wagen vor...
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BirgitRie

ist journalistin, lebt in wien, schreibt über die abenteuer im kopf, die meistens irgendwo in der u-bahn, beim zu fuß gehen oder während einer bahnfahrt entstehen.

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